Annehmen, statt loslassen

Was immer es ist, was wir nicht haben wollen – wir wollen es immer loslassen. Dabei liegt darin genau das Problem. Loslassen wird falsch verstanden. Wenn etwas unangenehm ist oder wir die Empfindung verspüren, dass Jemand oder etwas nicht mehr dienlich ist, wollen wir es loswerden.

EGO und Schmerzen

Wenn wir „loslassen“ durch „annehmen“ ersetzen, wird das Thema greifbarer, denn wenn wir etwas loswerden wollen, sind wir erstens im Ego, weil wir meinen, etwas steuern zu können und unseren Willen über die höhere Ordnung stellen, die uns bestimmte Menschen oder Situationen aus einem ganz bestimmten Grund schickt. Denn alles, was sich uns in der Außenwelt zeigt ist ein Spiegel unserer Innenwelt. Zweitens sind wir im Widerstand zu dem, was ist, was bedeutet, dass wir etwas Bestimmtes nicht fühlen wollen. Meistens ist das ein Schmerz, dessen Ursache in der frühen und verborgenen Kindheit liegt und /oder der Verlust von EGO, der auch ziemlich doll weh tut.

Bedingungslose Selbstannahme

Egal wie, durch zwanghaftes „loslassen“ wollen, winden wir uns drumherum diesen Schmerz zu fühlen, ihn anzuschauen und liebevoll anzunehmen, dass er da ist, dass er zu uns gehört.

Es ist nicht einmal so, dass diese Wunde heilen muss, denn dann gehen wir wieder davon aus, dass wir nicht in Ordnung sind. Das, was wir uns selbst geben dürfen – ist bedingungslose Annahme und Liebe. „Ich bin in Ordnung, so, wie ich bin“, „Du bist in Ordnung, so, wie du bist“ darf zum Mantra werden, egal wie schmerzhaft die Verletzung ist, die da durch irgendeine Situation oder irgendeinen Menschen hervorgerufen/angetriggert wird.

Denn die Ursache der Wunde kann noch viele viele Leben zurück liegen. Natürlich kann Jemand anderes dafür verantwortlich sein, doch nun ist es deine Verantwortung, diese Wunde anzunehmen, dem Menschen oder der Situation zu danken, welche dir diesen Schmerz noch einmal bewusst gemacht hat und dir selbst die Liebe zu geben.

Unabhängigkeit

Denn wenn du dies tust, bist du nicht mehr auf die Liebe der anderen angewiesen. Demzufolge können dir auch keine Verletzungen mehr zugefügt werden, weil du dir erstens darüber bewusst bist, dass andere eben solche Löcher in sich tragen, wie einst du selbst und du weißt, dass deren Verhalten nichts mit dir zu tun hat, sondern nur mit ihnen selbst. Und zweitens entfällt die Resonanz im Außen, die dich auf deinen ungesehenen Schmerz aufmerksam machen muss.

Denn du bist nicht mehr identifiziert mit deinem Schmerz und dem Gefühl, was sich aus diesem Schmerz heraus ergibt (z.B Ablehnung). Du hast ihn integriert und damit wirst du ganzer, bewusster, weil du etwas Unbewusstes aus dem Verborgenen ins Bewusstsein geholt hast und dessen Energie keine Macht mehr über dich hat.

Die regelmäßige Praxis von Meditation – der Kunst des Empfangens und Loslassens hilft dabei, dies in dein Leben zu integrieren. Buche eine einmalige Session zur Meditation (1h) in Stille für deine Selbstanwendung zu einem Preis von 60,-€.

Anfragen per Mail an info@sylviephilipp.de


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